Once upon a time...

Samstag, 26. November 2011

Letztens habe ich mich wieder an eine Geschichte erinnert, die in meiner Schule immer von der Unterstufe aufgeführt wurde (ich ging auf eine Waldorfschule).
Ich fand sie schon damals schön und ich wollte sie euch mal vorstellen:



Der Lindwurm und der Schmetterling:


Einst war ein finstrer Felsenturm
bewohn von einem Drachenwurm,
der spuckte Feuer hint' und vorn,
war voller Stacheln und voll Zorn.

Doch eines Tags kam zu Besuch
Professor Hicks mit einem Buch.
Er forschte vorn und forschte hint',
furchtlos, wie solche Leute sind.
Er maß das Tier voll Wissensdrang:
Mit Schwanz war's dreißig Meter lang!

Das undakbare Scheusal fraß
den Forscher samt dem Metermaß.
Zur Reue sah es keinen Grund,
es war voll Bosheit, doch gesund.

Jedoch - das Buch war unverdaulich!
Dem Drachen wurde grimm und graulich,
drum spuckte er aus seinem Bauch
das Buch und den Gelehrten auch.

Der Forscher, ohne Abschiedswort,
nahm seine Brille und ging fort.
Doch schau! Das Buch ließ er zurücke,
sei's aus Zerstreutheit, sei's aus Tücke.

Der Drache fing zu lesen an.
Das hätt' er besser nicht getan!
Denn kaum hat er hineingeguckt,
da las er schwarz auf weiß gedruckt,
dass jeder Wurm, der Feuer spei,
ganz einwandfrei ein LINDWURM sei.

Das Drache schrie, wor Wut fast blind:
"Ich bin nicht lind! Ich - bin - nicht - LIND!!!"
Das Buch zerriß er kurz und klein,
er wollte halt kein LINDWURM sein.
Und zum Beweise seines Grimmes
tat er den ganzen Tag nur Schlimmes.

Was er auch tat, der Wurm blieb LIND.
Da weint' er schließlich wie ein Kind,
er ging von nun an nie mehr aus
und lag mit Kopfweh krank zu Haus.


Auf einer Wiese voller Pflanzen
übt' sich ein Kohlweißling im Tanzen.
Er war von zärtlichem Gemüte
und sehr galant zu jeder Blüte.
Doch auch mit den Kohlweißlingmädchen
dreht' er den Walzer wie auf Rädchen.

Er war empfindsam und bescheiden,
vor allem konnt' er Lärm nicht leiden.
Ihn machte das Verkehrsgetöse
das nahen Strasse richtig böse.
Drum sucht' er in des Waldes Gründen
die Ruher, die er liebt' zu finden.

Kaum war er dort, kam eine Hummel
das Wegs daher mit viel Gebrummel.
Der Kohlweißling rief: "Unerhört!
Auch hier wird man durch Lärm gestört!"
Die Hummel brummte: "Dummes Ding!
Du heißt ja sogar SCHMETTERLING!"
Der Kohlweiß ward vor Schreck kohlweiß:
"Wie furchtbar, dass ich SCHMETTER heiß'!"

Von nun an tanzte er nicht mehr,
gung nur auf Zehen noch umher -
doch der Erfolg war sehr gering:
Er war und blieb ein SCHMETTERLING.
Verzweifelt rang er seine Beine,
zog sich zurück und haust' alleine
als Eremit in einer Wüste,
wo er für sein Geschmetter büßte.


Doch eines Tags kam eine Schlange
vorbei im Zick-Zack-Schlendergange,
die sprach: "Es ist direkt zum Lachen!
ich kenne nämlich einen Drachen,
der grämt sich, weil er LINDwurm heißt.
Tjaja, so ist das Leben meist."
Drauf zwinktert' sie mit List im Blick
und zog davon im Zack und Zick.

Der Schmetterling bedachte lange
die klugen Worte jener Schlange.
Er grübelt' wierzehn Tage fleißig,
dann rief er plötzlich: "Ha, jetzt weiß ich!"

Er packte etwas Proviant
und reiste lange über Land,
bis er, wenngleich auch höchst beklommen,
zu jenem Drachenturm gekommen.
Am Boden lagen bleiche Knochen -
der Wandersmann wagt' kaum zu pochen.

Doch schließlich trat er in den Turm.
Im Bett lag krank der Drachenwurm
und fing sofort zu jammern an.
Der Schmetterlinh jedoch begann:
"Ich hab' gehört, was Ihnen fehlt.
Wie wär's, wenn wir, was jeden quält,
ganz einfach tauschen miteinand'?
Ich werde SCHMETTERLING genannt."

Der Lindwurm, der verstand erst nicht,
doch bald verklärt' sich sein Gesicht,
und als er schließlich ganz verstand,
da schüttelt' er dem Gast die Hand
(ganz überaus behutsam freilich!).
Er holt' Papier und Tinte eilig,
der Tausch ward schriftlich festgelegt.
"Gemacht!" rief jeder tiefbewegt,
und Arm in Arm verließ den Turm
ein LINDLING und ein SCHMETTERWURM.


Ich hoffe ihr fandet das kleine Märchen genauso süß wie ich.

Kommentare:

  1. Oh, danke für den Link, das ist ja mal wirklich interessant. Aber was garnier sich dabei gedacht hat, verstehe ich wirklich nicht.

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  2. Vermutlich...aber dass die nicht wenigstens auf die Idee kamen sie komplett neu umzuverpacken? Schon dumm... Aber viele Leute fallen wohl dennoch drauf rein, ich kenne alleine zwei Freunde, die sich die geholt haben (sind aber beide auch nicht begeiszert von dem Produkt).

    Ich habe bisher nur eine BB Cream von Skin79 ausprobiert (habe aber noch welche zum testen da, komme nur einfach nie dazu), aber die, die ich probiert habe, hat irgendwie garnichts getan. Kann sein dass sie eine tolle Pflegewirkung hat, aber meine Haut sah irgendwie genau so aus wie ohne BB Cream. Hat mich also nicht wirklich begeistert. Ich schwöre immernoch auf meine Skinfood Red Bean und ElishaCoy, an die kam bisher noch keine andere, die ich probiert habe ran. Bin aber nach wie vor eifrig am Testen.

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  3. Ich denke schon dass dieRed Bean BB Cream ausreicht, wenn du dazu noch Concealer verwendest. Ich habe ja wirklich schreckliche Haut und ich verwende meistens die Red Bean für's ganze Gesicht und tupfe dann einfach noch Concealer oder die ElishaCoy BB Cream auf extrem rote Punkte, dann klappt das ganz gut. Manchmal reicht es auch einfach noch ein deckendes Puder über die BB Cream aufzutragen - muss ich meistens eh, weil meine Haut schnell glänzt und ölig wird, die Red Bean ist auch nicht gerade mattierend. Hell genug wird sie für dich, denke ich, auf jeden Fall sein, denn ich finde sie ist fast heller also so ziemlich jede Foundation, die ich auf dem deutschen Markt gesehen habe.

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